Wie wird der U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) berechnet?
Der U-Wert gibt an, wie viel Wärmeleistung (in Watt) pro Quadratmeter Bauteilfläche bei einer Temperaturdifferenz von 1 Kelvin zwischen innen und außen nach draußen entweicht. Je kleiner der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung.
GEG-Grenzwerte bei der energetischen Sanierung (Bestand)
| Bauteil | Max. U-Wert GEG (Pflicht) | Max. U-Wert BAFA (Förderung) |
|---|---|---|
| Außenwand (Fassade) | 0,24 W/(m²K) | 0,20 W/(m²K) |
| Steildach / Dachschräge | 0,24 W/(m²K) | 0,14 W/(m²K) |
| Oberste Geschossdecke | 0,24 W/(m²K) | 0,14 W/(m²K) |
| Kellerdecke gegen unbeheizt | 0,30 W/(m²K) | 0,25 W/(m²K) |
Häufige Baustoffe & ihre Wärmeleitfähigkeit (λ-Werte)
- Dämmstoffe (PUR/PIR, EPS, Mineralwolle): Weisen sehr niedrige λ-Werte zwischen 0,022 und 0,040 W/mK auf.
- Mauerwerk (Ziegel, Porenbeton): Moderne Hochlochziegel und Ytong verbinden Tragfähigkeit mit mäßiger Dämmwirkung (λ ca. 0,09 bis 0,28 W/mK).
- Beton & Kalksandstein: Hohe Dichte und Tragfähigkeit, aber schlechte Dämmwirkung (λ von 0,99 bis 2,10 W/mK).